Katholische Taufe

Katholische Taufe
Der katholische Theologe Karl Rahner sagte einst: „Ein Christ ist kein Christ“ und deutet so auf die Tatsache, dass man das Christentum nur in der Gemeinschaft leben kann.
Die Katholische Kirche kennt 7 Sakramente, und das erste und wichtigste ist die Taufe, denn sie stellt den Zugang zur Kirche dar. Ohne Taufe ist der Empfang der weiteren Sakramente nicht möglich. Wasser steht als uraltes Symbol für Reinigung, Tod, Geburt und Auferstehung und das Wort „Taufe“ entspringt dem Wort „tauchen“. Wer also nach Matthäus 28,19 „..im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ getauft wird, taucht in die Liebe Gottes ein um aus Gott selbst neu geboren zu werden.
Die Taufe der römisch-katholischen Kirche nimmt die Erbsünde und die heilige Gnade dringt in den Täufling. Sie gilt als Aufnahme in die christliche Gemeinschaft, eröffnet den Weg zur Zugehörigkeit Christus’, bedeutet aber auch Verpflichtung und Selbstverpflichtung des Täuflings, der Eltern und der Paten. Die Taufe ist das ganzheitliche Ja Gottes zum Menschen, sie bringt in Zeichen und Leib das Sein des Heiligen Geistes zum Ausdruck und ist so der offizielle Beginn eines Menschenlebens mit der erfüllten Gewissheit: Gott ist in mir. Und so wurden von Anbeginn der Christenheit Kinder und Erwachsene im Namen des Herren getauft. „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen“ lautet des Herren Wort und wurde immer in jenem Sinne verstanden, dass den Kindern die Taufe nicht vorenthalten werden darf. Eltern, Paten und alle anderen Teilnehmer einer Tauffeier bekennen mit der Absage an den Teufel und allem Bösen und dem Glaubensbekenntnis im Namen des Täuflings auf den Namen der Kirche. Das zweitwichtigste Sakrament stellt die Salbung, die Firmung dar. Mit der Salbung, wird dieses Glaubensbekenntnis vor Gott und allen Anwesenden mit der Erteilung des zweiten Sakramentes bekräftigt.